reflections

Nichts ist gruseliger als die Realität...

... das erlebten Ronja und Sarah, als sie gemeinsam an Halloween einen Gruselfilm-Abend verbringen wollten.


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Quelle: sxc.hu

Am Nachmittag waren meine Eltern weggefahren, um uns nicht zu stören. Meine Geschwister waren bei meiner Oma zu Besuch. Wir waren also ganz alleine im Haus. Am Abend machten wir Popcorn und holten ein bisschen Gummizeug.

Als wir dann endlich "film-fertig" waren, sah ich noch mal aus dem Fenster zur Haustür hinunter. Ich wollte sehen, ob sich die Kinder auch nicht zu viel aus der Schüssel mit den Süßigkeiten vor der Türe nahmen. Doch statt Kindern sah ich eine große Gestalt über die Schüssel gebeugt. Ich machte das Fenster auf und rief hinunter: "Hey, das ist für die Kinder!" Die Gestalt sah zu mir hoch, fauchte und verschwand. Das fand ich zwar komisch, aber was sollte es. 

In diesem Moment sah ich etwas in unserem unbewohntem Nachbarhaus blitzen. Seit die alte Frau Peters gestorben war, wollte niemand dieses Haus mehr betreten. Und jetzt? Was hatte dort geblitzt? „Vielleicht nur eine Spiegelung vom Mond“, dachte ich.

Sarah und ich saßen nun schon eine Stunde vor dem Fernseher ohne große Ereignisse, als plötzlich meine zwei Katzen hereinkamen. Ich wollte sie streicheln, aber sie fauchten mich an und eine kratzte mich sogar. „Komisch“, dachte ich. Doch es sollte noch komischer werden. Mischka und Felzim sprangen auf das Fensterbrett und fauchten das Fenster an. Das hatten sie noch nie getan. Ich dachte mir, dass draußen Kinder sind, die sie nicht kennen und setzte mich wieder.

Als wir den zweiten Film einlegten, war anfangs nur ein schwarzes Bild zu sehen, und wir dachten, dass etwas mit der DVD nicht in Ordnung ist. Doch plötzlich erschienen Buchstaben auf dem Bildschirm. „Passt auf Euch auf“, stand da. Ein Spezial-Effekt, sagte ich noch zu Sarah, doch dann schrieb die Schrift: „Schaut mal hinüber zum Nachbarhaus.“ Ich dachte ich spinne. Doch es folgte: „Schnell helft meinem Haus.“ Ich schrie auf. Sarah hielt mir den Mund zu. "Beruhige dich, das ist doch nur das DVD-Special", sagte sie beruhigend. Ich schüttelte den Kopf.

Langsam ging ich zum Fenster und sah hinaus zum Nachbarhaus. Da brannte das Licht einer Taschenlampe, und eine Gestalt mit einem Umhang stand neben dem Fenster.

Plötzlich ging das Licht aus und ich konnte die Gestalt nicht mehr sehen. Doch zwei Sekunden später leuchtete das Licht im 3. Stock! Wie konnte das denn sein? Kein Mensch kann in zwei Sekunden, zwei Stockwerke hochlaufen – nie! Das Schauspiel ging noch eine Weile so weiter und jagte mir kalte Schauer über den Rücken.

Irgendwann hörte es auf und wir setzten uns vor den Fernseher und sahen uns eine Talkshow an. Nach einiger Zeit tauchten wieder die Buchstaben auf und schrieben: „Gleich!“ „NEIN“, schrieen wir beide voller Entsetzen.

Plötzlich hörten wir unten ein Geräusch. Ich schluckte, als plötzlich eine bekannte Stimme rief: „Hallo, seid ihr da?“ Es war meine Mutter. Meine Eltern waren früher nach Hause gekommen, weil es einen Unfall gegeben hatte und sie nicht weiter gekommen waren. 

Was es mit den Buchstaben und dem Licht auf sich hatte, wissen wir bis heute nicht, aber wir gehen seit dem an Halloween immer raus und spielen "Trick or Treat".

girls.news am 12.4.07 17:47

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